Stark besetzt in die neue Saison -Pressemitteilung Eintracht Frankfurt
- Erica Fischbach

- 18. Sept. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. März

Saison 2025 - 2026
In wenigen Tagen starten die ersten internationalen Wettkämpfe der Bobsaison 2025/26. Diese vierzehn Adlerträger:innen haben sich für das Olympiajahr einiges vorgenommen und gehen im Eiskanal auf Medaillenjagd.
Noch recht neu im Team darf die Eintracht Pilot Adam Ammour begrüßen. Der 24-Jährige Gießener gilt als eines der vielversprechendsten Fahrtalente im Bobsport und kann bereits auf eine eindrucksvolle Medaillensammlung zurückblicken. In der vergangenen Saison gewann er Bronze bei der Weltmeisterschaft im Zweierbob, zuvor krönte er sich unter anderem bei der Heim WM 2024 mit der Silber- und Bronzemedaille. Außerdem wurde er Junioren-Weltmeister 2023 und Europameister 2024. In der kommenden Saison soll nun Edelmetall bei den Olympischen Winterspielen folgen.
Im Eintracht-Bob zu Olympia
Unterstützt wird Adam dabei wie gewohnt von seinem Bruder Issam Ammour. Der Anschieber trägt bereits seit Gründung der Eintracht Bobsparte den Adler auf der Brust und geht nun in seine vierte Eintracht-Saison. Im Bobsport ist der ehemalige Leichtathlet schon seit 2016 beheimatet und kann auf einige Erfolge zurückblicken. Zu den jüngeren Errungenschaften gehören der Europameistertitel 2024 im Zweierbob sowie im selben Jahr Silber- und Bronze bei der Heim-WM im Bob seines Bruders Adam. Gemeinsam mit seinem Bruder wird sich der 32-Jährige nun auch in der kommenden Saison im Weltcup mit der Elite des Bobsports messen.
Ebenfalls im Weltcup starten wird Joshua Tasche, der wie sein Vereinskollege Issam von Beginn an Teil der Bobsparte der Eintracht ist. Der Anschieber übt den Bobsport seit 2021 aus, davor stellte Tasche sein sportliches Talent im Rugby unter Beweis und lief sogar in der deutschen 7er-Rugby-Nationalmannschaft auf. Auf dem Eis kann der 30-Jährige ebenfalls auf starke Ergebnisse zurückblicken, neu im Schlitten von Adam Ammour will er seiner Vita nun weitere Weltcup-Siege hinzufügen.
Eintracht-Power im Europacup
Im Europacup wird derweil der sächsische Pilot Maximilian Illmann um die vorderen Plätze mitkämpfen. Der 26-jährige Bundespolizist wechselte in die Trainingsgruppe von Tim Restle und zur vergangenen Saison auch unter das Eintracht-Dach und wusste auf Anhieb zu überzeugen. Bei elf Rennen ging der Pilot im Europacup an den Start, ganze neun Mal fuhr er zu Gold. Ähnlich erfolgreich möchte der gebürtige Zwickauer und Junioren-Weltmeister von 2024 nun auch die anstehende Saison bestreiten.
Teil von Team Illmann ist Eric Strauß, der vor einem Jahr zusammen mit seinem Piloten zum trainieren nach Frankfurt wechselte. Der bislang größte Erfolg des 30-Jährigen Sachsen datiert auf das Jahr 2019, als er sich im Viererbob den Junioren-Weltmeistertitel sicherte. In den vergangenen Jahren folgte eine Vielzahl an Medaillen in Europa- und Weltmeisterschaften, die der ehemalige Leichtathlet sein Eigen nennen darf.
Viel vorgenommen für die neue Saison hatte sich eigentlich Christoph Peth. Der langjährige Adlerträger hatte in den vergangenen Jahren mit einer schwerwiegenden Verletzung zu kämpfen und kehrte erst im Januar nach über einen Jahr Pause in den internationalen Wettkampfbetrieb zurück. Das Comeback glückte, sofort zeigte der Polizist im Schlitten von Laurin Zern starke Leistungen und krönte sich sogar in Altenberg zum Juniorenweltmeister. Kurz vor dem Saisonstart folgte jedoch der nächste Rückschlag, der 26-Jährige zog sich eine weitere Verletzung zu und muss diese Saison aussetzen.
Drei Neuzugänge
Neu bei der Eintracht ist Adrian Lüdtke, der in der kommenden Saison im Europacup antreten wird. Der Anschieber aus dem Team Czudaj gehörte zur deutschen Spitze im Shorttrack, bevor es ihn zum Bobsport zog. Als Shorttracker holte sich der Dresdner mehrere Deutsche Junioren-Meistertitel und verpasste nur knapp eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking 2022. Im Eiskanal hat Adrian Lüdtke ebenfalls große Pläne und will mit der Eintracht auf Medaillenjagd gehen.
Auch Elias Goer trainiert bei der Eintracht. Die Nachwuchshoffnung stammt aus der Leichtathletik, wo er unter anderem U20-Europameister in der 4x100-Meter-Staffel wurde. Nun steht der 24-Jährige vor seiner ersten Saison im Bobsport. Nach vielversprechenden Trainingsleistungen im Sommer verletze sich Goer leider kurz vor den Leistungstests, dennoch hofft der Neuzugang in dieser Saison auf seine ersten Wettkampfeinsätze.
Mit Lukas Nydegger ist erstmals auch ein Skeleton im Weltcup vertreten, der als Eintracht-Mitglied in der Trainingsgruppe mittrainiert Der fünfmalige Junioren-Weltmeister trat bereits in der vergangenen Saison im Weltcup an und landete auf einem beeindruckenden zwölften Platz. 2020 gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne. Auch in diesem Jahr wird der aufstrebende Neuzugang in der Königsklasse des Skeletons antreten und sich mit den besten Athleten messen.
Qualitative Besetzung bei den Frauen
Vanessa Mark blickt auf eine unglückliche vergangene Saison zurück und will in dieser Saison wieder voll angreifen. Noch im Jahr 2024 feierte die Anschieberin den größten Erfolg ihrer seit 2015 andauernden Karriere und gewann an der Seite von Lisa Buckwitz den Weltmeistertitel, in der Folge verletzte sich die 29-Jährige aber schwer und verpasste große Teile der Saison. Im Olympiajahr 2025/26 arbeitet die Adlerträgerin nun an ihrem Comeback und will an ihre vergangenen Erfolge anknüpfen.
Cynthia Kwofie bleibt der Eintracht ebenfalls in der neuen Saison erhalten und wird ihre dritte Saison mit dem Adler auf der Brust bestreiten. 2020 wechselte die ehemalige Leichtathletin zum Bobsport und lieferte direkt starke Leistungen. Von Beginn an sammelte die junge Anschieberin zahlreiche Medaillen und holte 2024 sowohl bei der Junioren-EM als auch Junioren-WM die Goldmedaille. In der kommenden Saison will sie nun die nächsten Schritte in ihrer Entwicklung gehen.
Aus Sicht von Mira Baus hätte das vergangene Jahr kaum besser laufen können. Die 21-Jährige war frisch aus der Leichtathletik in den Eiskanal gewechselt und bestritt ihre ersten Wettkämpfe im Bobsport. Direkt bei ihrem Debüt im Europacup sorgte die Anschieberin für die große Überraschung und fuhr im Schlitten von Charlotte Candrix auf Anhieb zu Gold. Es folgten drei weitere Einsätze, bei allen drei stand Baus am Ende auf dem Podest. An diesen Traumstart gilt es nun anzuknüpfen.
Vollendet wird das Eintracht-Team von Lena Brunnhübner, die frisch aus Hachenburg an den Main wechselte. Die begabte Sprinterin kann bereits auf Siege im Europacup aus den vergangenen beiden Jahren zurückblicken, in diesem Jahr sollen als Adlerträgerin nun weitere folgen. Für die kommende Saison ist Brunnhübner erneut im Europacup gesetzt.
Weiter Teil der Eintracht ist zudem Maureen Zimmer. Zuletzt wurde die talentierte Pilotin immer wieder vom Verletzungspech eingeholt, so fand das vergangene Bobjahr für die mehrmalige Junioren-Weltmeisterin durch einen Riss im Hüftbeuger ein frühzeitiges Ende. Zuvor sicherte sich die ehemalige Anschieberin jedoch reichlich Edelmetall im Europacup, im Jahr 2023 durfte sie sogar Einsätze im Weltcup sammeln. In der anstehenden Saison sind nun keine Wettkämpfe geplant. Stattdessen arbeitet die begabte Athletin an ihrer körperlichen Verfassung, um nächstes Jahr in alter Stärke und schmerzfrei ihr Comeback geben zu können.




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