top of page

Im Monobob im Weltcup-Mittelfeld - im Frauenbob Bronze

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • 12. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Im Rahmen der Weltcup-Wettbewerbe wurden in St. Moritz die Ergebnisse auch als Europa-Meisterschaft gewertet. Die Schweizer Natureisbahn wird von vielen Aktiven sehr gerne gefahren und ist beliebt. Allerdings gilt sie auch als anspruchsvoll da sie sich in vielen Nuancen von Jahr zu Jahr verändert und daher von den Piloten neu erarbeitet werden muss  um die Idealspur zu finden. Außerdem spielt auch die Startreihenfolge eine größere Rolle als in einer Kunsteisbahn.

Konkurrentinnen rücken näher

Ein Wimpernschlagfinale gab es im Zweierbob der Frauen, denn die ersten Drei lagen nur 3/100 auseinander. Bei diesem Dreikampf konnte Kim Kalicki, die erneut mit Talea Prepens (MSC Magdeburg) angetreten war, nicht ganz mitmischen obwohl sie eine sehr gute Leistung bot. Trotz der in St. Moritz nichts Gutes verheißenden Startnummer 3 belegte sie nach dem ersten Durchgang den 5. Platz. Noch deutlich besser war Lauf 2  mit dem sie sich um einen Platz verbessern konnte. Dies bedeutete bei der „Race in Race“ ausgetragenen Europa-Meisterschaft den 3. Podestplatz womit beide und auch Bundestrainer René Spieß sehr zufrieden waren. Mit Start- und Laufbestzeit im zweiten Durchgang wirbelten Laura Nolte und Leonie Kluwig (SC Potsdam) die Reihenfolge ordentlich durcheinander und katapultierten sich vom 6 auf den 3. Platz im Weltcup-Rennen und den Silber Rang bei der EM. Lediglich 2/100 fehlten zu den neuen Titelträgern Melanie Hasler und Nadja Pasternack aus der Schweiz. Obwohl sie sich den Spaß nicht nehmen ließen werden Lisa Buckwitz und Kyra Lipperheide (TV Gladbeck) den Tag in wenig guter Erinnerung behalten. Bei Halbzeit lagen die Zwei noch mit 16/100 an der Spitze. Bei der zweiten Abfahrt ging das Visier von Buckwitz  im Horseshoe auf und sie musste den Rest der Strecke quasi im Blindflug zurücklegen. Mit der 10-besten Zeit im zweiten Lauf rutschen sie daher auf den fünften Rang zurück. Gewonnen wurde der  Weltcup Wettbewerb von der sehr erfahrenen Kaillie Armbruster Humphries mit Anschieberin Jasmine Jones aus den USA, die damit einen weiteren Warnschuss für die deutschen Teams abfeuerten.

Im Monobob im Weltcup-Mittelfeld

Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) konnte auch in diesem Rennen ihre Schwächen beim Start nicht kaschieren und war da nur 18. von 25 Starterinnen. In der Abfahrt allerdings bewies sie ihr fahrerisches Können und beendete den ersten Durchgang auf dem 7. Platz. Diese gute Leistung konnte sie im zweiten Lauf leider nicht wiederholen, produzierte kleine Fehler und fiel im Endresultat auf den 12. Rang zurück. Dies war gleichbedeutend mit dem Platz 7 bei der Europa-Meisterschaft.

Auch die beiden anderen Damen des deutschen Verbandes wussten an diesem Tag nicht zu überzeugen. Laura Nolte (BSC Winterberg) hatte mit Lospech eine frühe Startnummer gezogen, mit den da noch schwierigen Bahnverhältnissen zu kämpften und fand sich nach dem ersten Durchgang auf dem ungewohnten 11. Platz wieder. Im zweiten Lauf zeigte sie nach einem starken Start in ganz anderes Gesicht und verbesserte sich auf den 6. Platz. Dies bedeutete als kleiner Trost den 3. Podestplatz bei der Europa-Meisterschaft. Ganz anders lief es bei Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) die zwei Mal neuen Startrekord erzielte und bei Halbzeit aussichtsreich auf dem 2. Platz lag. Dann aber patzte sie in der zweiten Fuhre, verlor mit Bandenkontakt im Horseshoe erheblich an Tempo und fand sich in der Endabrechnung auf dem 7. Rang wieder. Mit dem 4. Platz war damit auch eine Podest Platzierung bei der Europa-Meisterschaft futsch.

Gewonnen wurde das Rennen von der Australierin Breeana Walker, die zwei Mal Laufbestzeit in die Eisrinne zauberte und sich mehr und mehr zu einer Mitfavoritin für die olympischen Spiele mausert. Zweite wurde Melanie Hasler, die sich damit als erste Schweizerin über den Europameister-Titel freuen durfte.

Fotocredit Viesturs Lacis


Kommentare


bottom of page