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2. Weltcup Igls, AUT

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • 1. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Beim zweiten Weltcup-Wochenende in Innsbruck stellten die deutschen Frauen erneut fest, dass sich die ausländische Konkurrenz für die Olympia-Saison viel vorgenommen hat und sich mächtig ins Zeug legt. Vor allem die US-Amerikanerinnen zeigten sich in guter Frühform und Breeana Walker aus Australien spielte ihre ganze Routine aus. Eine wichtige Komponente war auch der umgebaute Eiskanal der den Starterinnen einiges Kopfzerbrechen bereitete.

 Kim Kalicki tut sich schwer

Nach ihrem Abschneiden in Cortina plagte sich Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) auch in Igls, da die Bahn im Monobob einen großen Vorteil für schnelle Starterinnen bietet. Ihre Bandscheibenverletzung hat sie im Griff aber Atemprobleme bereiteten ihr Sorgen. Schon nach der 1. Abfahrt lag sie nach mäßigem Start auf Platz 15 deutlich im Hintertreffen, verlor im zweiten Lauf trotz einer besseren Zeit weiter an Boden und rangierte am Ende auf dem 17. Rang.

Laura Nolte (BSC Winterberg) legte nach ihren nicht so berauschenden Startzeiten in der Eisrinne tüchtig zu und erkämpfte den 2. Platz. Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) wiederum glänzte mit super Startzeiten und verbesserte sich von Platz 4 noch auf den 3. Platz.   Die nach dem ersten Lauf führende Breeana Walker vergeigte ihre zweite Abfahrt und fiel auf Platz vier zurück. Gewonnen wurde der Wettbewerb von Kaysha Love (USA), die zwei Mal die beste Startzeit schob und sich mit Laufbestzeit in der zweiten Abfahrt vom zweiten auf den ersten Platz verbesserte.

Cheftrainer René Spieß ist mit den beiden deutschen Podestplätzen zufrieden und bezeichnete den Sieg der Amerikanerin als wohlverdient.

 

Kalicki auf dem Treppchen

Deutlich besser lief es für die Wiesbadenerin im Zweierbob, bei dem sie erneut Leonie Fiebig( BSC Winterberg)  als Anschieberin im Schlitten hatte. Beide Starts waren nicht so berauschend, da Kalicki noch immer mit ihrem Rücken Probleme hat. Dafür lief es vor allem im ersten Lauf umso besser und reichte für den 2. Platz. Obwohl die zweite Abfahrt noch einen Tick besser war reichte es in der Endabrechnung jedoch nur für den 3. Rang. Abgefangen wurden die Zwei von den mit Startbestzeit in den zweiten Lauf gegangenen  Amerikanerinnen  Kaysha Love/Sylvia Hoffman die sich zu einer zunehmend ernsten  Konkurrenz für die deutschen Frauen mausern.

Ihren zweiten Saisonsieg konnten Laura Nolte/Deborah Levi (SC Potsdam) feiern, die mit einem Start - Ziel - Sieg und neuem Bahnrekord im zweiten Lauf glänzten. Nicht zufrieden mit dem Rennen war Lisa Buckwitz, die sich  in beiden Läufen einige Fehler zu viel leistete und somit ihren angestrebten Podestplatz vermasselte. Bei den Starts mit Kira Lipperheide (TV Gladbeck) hatte es eigentlich ganz vielversprechend ausgesehen und Rang 3 wie nach dem 1. Lauf lag durchaus in Reichweite, aber sie fielen dann noch hinter Kaillie  Armbruster Humphries /Jasmine Jones (USA) auf den 5. Rang zurück.Adam Ammour im kleinen Schlitten mit bester Startzeit

So ganz an die beiden “ganz Großen“ kam Ammour (Eintracht Frankfurt) auch mit Anschieber Tim Becker (MSC Magdeburg) in Innsbruck noch nicht ran aber die beiden überzeugten mit der besten Startzeit des Tages. Auch mit der Laufzeit pirschte er sich im zweiten Lauf etwas näher und konnte daher mit dem Podestplatz sehr zufrieden sein. Die beiden haben es zusammen echt gut drauf, mit mehr Routine hätte sich der eine oder andere Fehler vermeiden lassen und vor allen Dingen lag doch viel Luft bis zu den nachfolgenden Gegnern.

Erneut bewiesen Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude)/Georg Fleischhauer (SC Potsdam) ihre hervorragende Form und lagen schon nach dem ersten Lauf mit 3/100 vorn. Im zweiten Lauf erzielten sie Tagesbestzeit und konnten ihren 3. Saisonerfolg feiern. Knapp geschlagen landeten Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg)/Alexander Schaller (BSC Bad Feilnbach) auf dem 2. Platz

 

Ammour Vierer auf Rang 4

Eine kleine Überraschung lag in der Luft als Adam Ammour mit seinem Team, bestehend aus Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt), Benedikt Hertel (BRC Thüringen) und Rupert Schenk (SC Potsdam), im Zwischenergebnis mit 30/100 Rückstand zur Spitze den 2. Platz erkämpft hatte. Aber wie schon in Cortina konnte er diese ausgezeichnete Ausgangsposition nicht verteidigen und fiel trotz zweier grundsolider Fahrten aus den Podestplätzen auf Platz 4 zurück. Dennoch war er sehr zufrieden mit der Teamleistung, freut sich auf eine kleine Renn-Pause und wird dann unverdrossen wieder angreifen.

Zu seinem ersten Saison-Sieg kam Francesco Friedrich, der mit Tim Becker, Alexander Schüller (SV Halle) und Felix Straub (BSC Sachsen Oberbärenburg) in den Wettbewerb gegangen war. Schon im ersten Lauf übernahm dieses Quartett die Führung und retteten einen kleinen Vorsprung ins Ziel. Mit einem starken zweiten Lauf konnte Johannes Lochner seine Fehler aus der ersten Fuhre etwas ausbügeln und verbesserte sich mit Thorsten Margis (SV Halle), Jörn Wenzel (BSC Oberbärenburg) und Georg Fleischhauer noch vom vierten auf den zweiten Platz. In die deutsche Phalanx eingedrungen ist das italienische Team von Patrick Baumgartner, dass seinen Podestplatz ausgiebig bejubelte.

Trotz der kleinen Fehler im Eiskanal ist der hessische Landestrainer Tim Restle mit der Performance von Ammour sehr zufrieden. Auch Tasche habe sich prima entwickelt und bestätigt seine Berufung in den deutschen Kader. 

 Fotos Viesturs Lacis


 

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