Nachdem sich weit und breit herumgesprochen hat, dass durch Tim Restle im Landesstützpunkt Wiesbaden gute Aufbau- und Trainingsarbeit geleistet wird schließen sich zunehmend auch jüngere Sportler diesem Kreis an. Während seither die Mehrzahl für einen Einsatz als Anschieber trainiert haben sich nun neben Kim Kalicki zwei Nachwuchskräfte für eine Pilotenlaufbahn entschieden und testen ihr Leistungsvermögen. Da der Wiesbadener Stützpunkt noch nicht über genügend wettbewerbsfähiges Material verfügt wurden eine Kooperation mit dem BRC Thüringen geschlossen, was gleichzeitig auch einen besseren Zugang zur Bob- und Rodelbahn Oberhof ermöglicht.
Bei den deutschen Junioren-Meisterschaften in Winterberg bestand nun erstmals die Gelegenheit, das bisher Gelernte in einem Wettbewerb umzusetzen. Als besondere Herausforderung war dabei zu beachten, dass auch Piloten und Pilotinnen am Start waren, die bereits über längere Erfahrungen verfügen und teilweise schon im Europa-Cup zum Einsatz kamen. Bei den Juniorinnen siegte daher nicht unerwartet Lisa Marie Buckwitz (SC Potsdam) mit ihrer Anschieberin Theresa Leitz (BC Unterhaching). Nicht ganz zu einem Platz auf dem Siegertreppchen hat es für die Wiesbadenerin Maureen Zimmer gereicht, die mit Luise Lauter (BSC Winterberg) ins Rennen ging. Beim Start waren die beiden ganz gut dabei und verbesserten sich im Gesamtergebnis noch vom 6 auf den 4 Rang.
Auch bei den Junioren hatte mit Maximilian Illmann (BSC Ober-Bärenburg) ein erfahrener Pilot die Nase vorn, bei dem Felix Dahms (Mitteldeutscher Sportclub) auf der Bremse saß. Erwartungsgemäß hatten Adam Ammour (Wiesbaden) und Erik Leypold (BRC Thüringen) bei ihrem ersten Rennen nichts mit dem Sieg zu tun, erfüllten aber mit Platz 5 die in sie gesetzten Hoffnungen. HBSV Präsidentin Erica war daher ganz angetan von den Leistungen der Neulinge und ist zuversichtlich, dass da erfolgversprechende Talente heranwachsen. Aus ihrer Sicht ist es wichtig, dass angesichts der starken Konkurrenz im deutschen Bobsport der Nachwuchs ohne Druck behutsam und sorgfältig aufgebaut wird.

Auf dem Gewinnerpodium bei der WM in Altenberg ergab sich das gleiche Bild wie beim Zweierbob der Frauen am vorherigen Wochenende: Nur wer genauer hinsieht kann erkennen, dass sich bei den deutschen Vertreterinnen ein anderes Gesicht hinter den Schutzmasken verbirgt. Nicht auf dem Treppchen vertreten ist Kim Kalicki aus Wiesbaden, die im Monobob noch nicht an ihr fahrerisches Können Im Zweier anschließen kann. Ihre Konkurrentinnen kamen mit den Anforderungen des SachsenEnergie Eiskanals besser zurecht, sodass die 23 – jährige trotz einer starken Leistung den Wettbewerb auf Rang 6 beendete. Es fehlte am Start etwas die Power und einige Fahrfehler ließen nicht mehr zu. Kalicki war dennoch zufrieden, denn besser als Platz 6 hatte sie in dieser Saison im Monobob noch nicht abgeschlossen.
Hart bedrängt von den deutschen Nachwuchsdamen ließ sich Kaillie Humphries (USA), die „Grande Dame“ des Frauen -Bobsport, die Butter -noch- nicht vom Brot nehmen. Sie hatte die saubersten Fahrten vorzuweisen und erkämpfte sich souverän ihren zweiten Titel bei den diesjährigen Weltmeisterschaften. Silber sicherte sich Stephanie Schneider, die nach den ersten beiden Läufen noch in Führung gelegen hatte und mit ihrer Medaille sehr glücklich war. Zum zweiten Mal in Altenberg landete Laura Nolte auf dem Bronze-Platz. Die 22 – jährige fiel im letzten Lauf noch von 2 auf 3 zurück, war aber nicht allzu enttäuscht. Zufrieden war auch Mariama Jamanka auf Platz 4, hatte sie sich doch als Ziel einen Platz unter den ersten sechs vorgenommen. Die am Wiesbadener Landesstützpunkt trainierende Australierin Breeana Walker musste noch einem Sturz verletzungsbedingt aufgeben.

Francesco Friedrich – wer sonst?

Mit vier Mal Lauf- und Startbestzeit erwies sich Friedrich zum wiederholten Male als Maß aller Dinge und krönte seine unglaublich erfolgreiche Saison mit dem Sieg im Vierer. Diese Doppel-Weltmeisterschaft 2021 bescherte ihm seinen 11. Weltmeistertitel. Mit im Schlitten saßen Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller, die auf ihrer Heimbahn nichts ankokeln und die Konkurrenten mit erheblichen Rückständen hinter sich ließen. Silber ging etwas überraschend an die Österreicher Benjamin Maier, Danut Moldovan, Markus Sammer und Kristian Huber. Hier machte sich möglicherweise bemerkbar, dass Friedrich mit dem jungen Österreicher eng befreundet ist und ihn fördert und sponsort. Für Johannes Lochner und seine Mannschaft Florian Bauer, Christopher Weber und Christian Rasp blieb somit Bronze.
Bei seinem ersten Vierer-Start bei einer WM schlug sich Christoph Hafer mit einem 6. Platz recht gut. Vor allem beim Start hat er mit Kevin Korona, Christian Hammers (Wiesbaden) und Philipp Wobeto noch große Reserven und wird in den kommenden Monaten sein Augenmerk auf eine Verbesserung richten.
Eigentlich müssten wir unseren Aktiven nach dieser überragenden Saison einen rauschenden Empfang geben meinte augenzwinkernd HBSV Präsidentin Erica Fischbach, aber leider ist dies unter den derzeitigen Umständen ja nicht möglich. Man sei im hessischen Verband sehr stolz auf die Erfolge in den nun zu Ende gehenden Wettbewerben und freue sich, dass die tolle Arbeit von Stützpunkttrainer Tim Restle so reich Früchte getragen hat.

 

Voll und ganz zufrieden und kein bisschen traurig zeigte sich die Wiesbadenerin Kim Kalicki (im Bild links) nach ihrem erneuten Silber-Platz bei der Weltmeisterschaft in Altenberg. An gleicher Stelle hatte sie im Vorjahr überraschend den zweiten Platz belegt und musste sich 2021 wiederum nur der Überlegenheit der Amerikanerin Kaillie Humphries beugen. Die allerdings zeigte viel Respekt vor Kalickis Leistung und betonte, dass ihr dieser erneute Titelgewinn nicht leichtgefallen sei.

 


Foto: Viesturs Lacis

 

Bei teils starkem Schneefall war die 23-jährige BSD-Pilotin nach dem 3. Lauf bis auf 29/100 Sekunden an die führenden Humphries/Lolo Jones herangerückt, bevor die neue und alte Weltmeisterin ihre ganze Routine und Nervenstärke ausspielte. Nach einem insgesamt sehr überzeugenden Auftreten   sicherten sich Kalicki/Ann-Christin Strack Silber, betrachten dies keineswegs als Verlust von Gold und akzeptierten neidlos die Stärke der Gewinnerin. Laura Nolte und Deborah Levi, die mit viermal Startbestzeit aufhorchen ließen, sicherten sich Bronze und komplettierten damit den deutschen Erfolg. Eine tolle Aufholjagd boten Stephanie Schneider/Leonie Fiebig, die sich von Rang 8 noch auf Platz 4 verbessern konnten. Nicht optimal lief es allerdings für Olympiasiegerin Mariama Jamanka, die mit Vanessa Mark aus Wiesbaden doch mit deutlichem Rückstand auf die Medaillenränge die WM auf Rang 6 beendete. Alles in allem zufrieden war Bundestrainer René Spies, für den Humphries noch auf einem anderen Niveau fährt, der von den jungen Deutschen allerdings schon kräftig Dampf gemacht worden war.   

 

Hafer/Hammers erfüllen Erwartungen

 

Im Zweierbob der Männer wurde der derzeit schier unschlagbare Francesco Friedrich seiner turmhohen Favoritenrolle gerecht. Mit viermal Start- und Laufbestzeit im SachsenEnergie-Eiskanal ließ der Titelverteidiger mit seinem Anschieber Alexander Schüller der Konkurrenz keine Chance und deklassierte sie förmlich mit einem Vorsprung von über 2 Sekunden auf die zweiten. Einmal mehr mussten sich Johannes Lochner/Eric Franke geschlagen geben, freuten sich aber dennoch über den erneuten Vize-Meistertitel. Ganz besonders spannend machten es Hans-Peter Hannighofer/Christian Röder (BRC Thüringen) im Kampf um die Bronze-Medaille. Zeitgleich mit den Schweizern Michael Vogt/Sandro Michel gingen die Junioren-Weltmeister 2021 in den entscheidenden vierten Lauf und schafften es sensationell, den Schweizern noch einiges an Zeit abzunehmen und machten somit den deutschen Dreifach-Triumpf perfekt. Nichts mit der Medaillenvergabe zu tun hatten Christoph Hafer/Christian Hammers, die mit Rang 7 dennoch die Erwartungen erfüllten. Es wurmt den Wiesbadener Hammers schon etwas, dass es am Start nicht optimal lief, während die Fahrten im großen Ganzen sehr passabel verliefen. Nach Meinung von Landestrainer Tim Restle haben die beiden aber ihr derzeitiges Leistungsvermögen abgerufen, so dass er insgesamt mit einem sehr erfolgreichen WM-Wochenende der hessischen Bobsportler und - sportlerinnen zufrieden ist.    

 

 

Nach einer ausgesprochen erfolgreichen Saison beendete Kim Kalicki das letzte Rennen im Zweierbob auf dem 6. Rang. Mit ihrer Anschieberin Victoria Dönicke (SV Halle) war sie bestes deutsches Team, aber trotzdem mit ihrer Leistung nicht recht zufrieden. Schließlich war sie während ihrer seitherigen Weltcupkarriere immer auf dem Treppchen gelandet. Zwar meinte Erica Fischbach (HBSV Präsidentin), dass Kalicki zwei gute Läufe ins Ziel gebracht habe. Das reiche aber eben nicht wenn die Konkurrentinnen einen starken Tag erwischen. Auch Landestrainer Tim Restle konnte nicht so recht erklären wo entscheidende Zeit verloren wurde und die beiden im zweiten Lauf um zwei Plätze zurückfielen.  Beim Doppelsieg der Amerikanerinnen Kaillie Humphries/Lolo Jones vor Elana Meyers Taylor/Lake Kwaza belegten die beiden anderen deutschen Teams Lisa Buckwitz/Cynthia Kwofie sowie Mariama Jamanka/(Anabel Galander (Mitteldeutscher SC Magdeburg) die Plätze 7 und 8, wobei Jamanka im zweiten Lauf noch zwei Plätze gut machen konnte. Im Gesamtweltcup belegte Kalicki, auf dem Bild Zweite von links, einen sehr erfreulichen 2. Platz mit 1.421 Punkten hinter der Überraschungssiegerin Katrin Beierl (1.506 P.) aus Österreich, die in Innsbruck mit J.J.O.D.Onasanya Platz 3 belegt hatte. Der dritte Rang in der Gesamtwertung geht an Jamanka, die bei der WM wohl wieder mit ihrer seitherigen Anschieberin Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden) an den Start gehen wird.  

Bei den Männern ging der Weltcupsieg sowohl im Zweier als auch im Vierer an den in dieser Saison alle anderen in Grund und Boden fahrenden Francesco Friedrich. Christoph Hafer, der Stammpilot von Christian Hammers (Tus Eintracht Wiesbaden) belegte im Zweier Platz 8 und wurde im Vierer sechster, ein durchaus zufriedenstellendes Resultat.   

Bild: Viesturs Lacis

 

Aufwärtstrend im Monobob

Noch reicht es nicht für Spitzenplätze aber so langsam verbessern die deutschen Damen ihre Ergebnisse im Monobob. Beim Wettbewerb in Innsbruck schlug sich Kim Kalicki wieder am besten und belegte einen 6. Rang, womit sie zweitbeste Europäerin hinter der Russin Nadezhda Sergeeva wurde. Dominiert wurde das Rennen von den Starterinnen aus den USA und Kanada, während sich Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz (SC Potsdam/WSV Königsee) mit den Plätzen 9 und 10 im Mittelfeld wiederfanden.

Erneut nicht zu schlagen war allerdings Breena Walker aus Australien, die im Wiesbadener Stützpunkt trainiert und in beiden Läufen Bestzeit fuhr. Damit hat Walker bei 11 Starts seit 2018 immerhin 7 Rennen für sich entscheiden können. Auch im Zweier schlug sich Walker recht gut, belegte mit Sarah Blizzard Rang 13, womit sie im Gesamtweltcup im Zweierbob auf dem guten 7. Platz unter 27 gewerteten Pilotinnen rangiert.    

Foto: Visturs Lacis

 „Einfach nur superglücklich“ ist die Wiesbadenerin Kim Kalicki (Foto links) nach ihrem ersten Weltcuptriumph, den sie mit ihrer Anschieberin Ann-Christin Strack in der Eisarena am Königsee feiern konnte. Nachdem sie in den seitherigen Wettbewerben dieser Saison immer auf dem Treppchen stand schaffte sie mit einem grandiosen zweiten Lauf erstmals den Sprung auf Platz 1. Nach der ersten Abfahrt lag sie in Lauerstellung auf Rang 3 hinter Stephanie Schneider/Tamara Seel (BC Bad Feilnbach) und den Amerikanerinnen Elana Meyers Taylor/Sylvia Hoffman. Während Kalicki die lange Gerade nahezu perfekt hinunter raste bandelte Schneider mehrfach, verlor so die entscheidenden Sekundenbruchteile und fiel auf Platz 2 zurück. Damit war dennoch ein Doppelsieg der deutschen Damen vor dem US-Team perfekt. „Wohl selten habe ich die Schlussphase eines Rennens so aufgeregt verfolgt wie diesen Weltcup“ freute sich HBSV Präsidentin Erica Fischbach über den Sieg der 23 – jährigen, „nach den vielen vorderen Plätzen hat es endlich auch im Weltcup für ganz oben gereicht. Eine erneute Bestätigung der guten Arbeit, die im Stützpunkt von Tim Restle geleistet wird und Ansporn für die nächsten Wochen und Monate.“ Nicht ganz zufrieden waren Mariama Jamanka (BRC Thüringen) /Vanessa Mark (TuS Wiesbaden), die sich mehr als Platz 6 vorgenommen hatten. Aber schon nach dem ersten Lauf, in dem sie keine optimale Linie fanden, fielen sie auf den 8 Platz zurück. Immerhin gelang es ihnen sich im zweiten Lauf mit der zweitbesten Laufzeit noch um 2 Plätze zu verbessern und am Ende zeitgleich mit dem US-Dou Kaillie Humphries/Lauren Gibbs den Platz zu teilen.
Mit dem neuen Monobob können sich die deutschen Damen allerdings noch immer nicht so recht anfreunden. Am besten schlug sich erneut Stephanie Schneider, die hinter den beiden Amerikanerinnen Kaillie Humphries und Elana Meyers Taylor trotz eines groben Fehlers den dritten Platz auf dem Treppchen eroberte. Nach guten Leistungen im Training leistete sich auch Kim Kalicki im zweiten Lauf einen dicken Patzer und wurde von Rang 6 auf den 10. Platz durchgereicht. Noch schlechter erging es Mariama Jamanka, die sich im Endresultat auf Platz 14 wiederfand.
Bei den Männern im Zweierbob dominierte auch auf der Hausbahn von Johannes Lochner in unnachahmlicher Manier der in dieser Saison schier unschlagbare Francesco Friedrich. Zusammen mit seinem Anschieber Thorsten Margis zauberte er mit zweimaliger Start- und Laufbestzeit unschlagbare Abfahrten in den Eiskanal. Zum wiederholten Male sorgten Lochner/Eric Franke in dieser Saison für einen deutschen Doppelsieg. Christian Hammers aus Wiesbaden war mit seinem Stammpiloten Christoph Hafer am Start und die beiden schlugen sich mit einem 7. Platz recht achtbar, was auch von Bundestrainer Rene Spieß sehr positiv bewertet wurde. Sie lagen damit nur 9/100 Sekunden hinter den Letten Oskars Melbardis/Matiss Miknis, wobei sie am Start wichtige Hundertstelsekunden liegen ließen, was sich auf der relativ kurzen Bahn am Königsee deutlich niederschlägt.
Seinen Siegeszug setzte der Sachse auch im Viererbob unangefochten fort und feierte seinen 50. Weltcupsieg. Mit Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller war das Team mit zweimal Start- und Laufbestzeit erneut nicht zu bezwingen. Ein unglückliches Ende fand das Rennen für Hafer, in dessen Team auch wieder Hammers saß. Gemeinsam mit Kevin Korona und Philipp Wobeto lagen sie nach dem ersten Lauf auf Silber-Medaillenkurs. Leider war die zweite Abfahrt aber nicht perfekt und das kostet in der engen Weltspitze vordere Ränge. So fiel die Mannschaft im Endergebnis hinter die Österreicher um Benjamin Meier und das Team von Lokalmatador Lochner zurück.
Für den Wiesbadener Stützpunkt- und Landestrainer Tim Restle ist es besonders erfreulich, dass mit Kalicki, Mark und Hammers gleich drei seiner Schützlinge für die Weltmeisterschaft in Altenberg nominiert und damit die optimistischsten Hoffnungen in Erfüllung gegangen sind.
Die am Wiesbadener Stützpunkt von Restle betreut und trainiert werdende Australierin Breeana Walker war ebenfalls in beiden Damenwettbewerben am Start. Im Monobob erkämpfte sie sich Platz 9 noch vor den beiden Deutschen Kalicki sowie Jamanka und mit ihrer Anschieberin Sarah Blizzard im Zweierbob einen zufriedenstellenden 12 Platz unter 18 Schlitten.

 

Bild: Erica Fischbach 


Ausgesprochen spannend verlief das Weltcup-Rennen der Damen im Zweier-Bob in der Natureisbahn von St. Moritz. In Abwesenheit der bis dahin im Weltcup Führenden Kim Kalicki lieferten sich im ersten Lauf 5 Teams ein Kopf an Kopf Rennen mit nur 6/100 Abstand. Die Führung hatten Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Vanessa Mark (Tus Eintracht Wiesbaden) (Foto links) übernommen vor dem überraschend starken Schweizer Dou Melanie Hasler/Irina Strebel, auf Platz 3 rangierten Stephanie Schneider (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) /Leonie Fiebig (BSC Winterberg), die nach langer Führung im „horse shoe“ die Kontrolle über ihren Schlitten etwas verloren hatten. Auf Platz 4 fanden sich die Amerikanerinnen Elena Meyers Taylor/Sylvia Hoffmann wieder.
Dieses Klassement wurde allerdings im zweiten Lauf mächtig durcheinandergewirbelt. Nachdem das amerikanische Team eine Super-Zeit vorgelegt und die Spitze übernommen hatte packten Schneider/Fiebig noch ordentlich eins drauf und fuhren Tagesbestzeit und Bahnrekord. Weder die Schweizerinnen noch Jamanka/Mark konnten diese Leistungen übertreffen. So freuten sich Hasler/Strebel aber dennoch über ihre Bronzemedaille, während Jamanka/Mark auf den undankbaren 4. Platz zurückfielen. Eine Erklärung für den schwachen zweiten Lauf fand die Pilotin nicht so recht und wollte es auch nicht unbedingt auf den einsetzenden Schneefall zurückführen. Vanessa Mark meinte, dass sie am Königsee wieder voll angreifen werden und vor allem beim Starten noch zulegen wollen.
Ebenfalls am Start war in der Schweiz der Wiesbadener Christian Hammers im Viererbob-Team von Christoph Hafer. Gemeinsam mit Kevin Korona und Philipp Wobeto zeigten sie bei großer Konkurrenz von 20 Schlitten, unter denen sich wieder die starken Teams aus USA und Kanada befanden, eine ansprechende Leistung. Nach dem 1. Lauf auf Rang 11 liegend fingen sie noch Mannschaften aus Russland sowie Kanada ab und schoben sich auf Platz 9 nach vorne. Nicht zu schlagen war auch in diesem Rennen Francesco Friedrich mit seiner Mannschaft, die sich aus Alexander Schüller, Thorsten Margis und Martin Grothkopp zusammensetzte.
Die im Wiesbadener Stützpunkt bei Tim Restle trainierende Australierin Breena Walker fuhr mit Sarah Blizzard ein starkes Rennen und führte mit Rang 9 das Feld der Crews aus den kleineren Verbänden an. Im Monobob lief es allerdings dieses Mal nicht so gut, den mit Platz 7 blieb sie unter ihren Möglichkeiten.

Ann-Christin Strack links, Kim Kalicki rechts  Foto: Dietmar Reker

„Kim hat nahtlos an ihre tollen Leistungen aus dem Vorjahr angeknüpft“ freute sich der hessische Landestrainer Tim Restle über das hervorragende Abschneiden seines Schützlings beim Weltcup in Winterberg, bei dem als „race in race“ auch die Europa-Meisterschaft ausgefahren wurde, „obwohl ich bei dem Wackler ausgangs der Zielkurve kurz die Luft angehalten habe. Mit dem zweiten Platz können wir sehr zufrieden sein.“
Nicht zu schlagen war auf ihrer Hausbahn Laura Nolte mit ihrer Anschieberin Deborah Levi. Bereits in ersten Lauf übernahmen die beiden mit bester Start- und Laufzeit die Führung, während sich Kalicki/Ann-Christin Strack mit 14 /100 Sekunden Rückstand in Lauerstellung befanden. Dritte waren die Österreicherinnen Katrin Beierle/Jenny Onasanya knapp vor dem dritten deutschen Team Mariama Jamanka/Leonie Fiebig.
Auch im zweiten Lauf beherrschte Nolte die 14 Kurven am besten, blieb mit erneuter Start- und Laufbestzeit an der Spitze und holte Weltcup-Sieg und Europa-Meisterschaftstitel. Kalicki/Strack fielen etwas zurück, verteidigten jedoch ihren zweiten Platz und können sich über die Vize-Meisterschaft freuen. Jamanka schloss zu dem mit ihr befreundeten Dou aus Österreich auf und teilte sich mit ihnen den Bronze-Rang. Kalicki war mit dem Ergebnis zufrieden, meint jedoch, dass am Start noch eine Schippe draufgelegt werden muss. Eine Einschätzung, die auch von Bundestrainer Rene Spieß geteilt wird.
„Ein tolles Ergebnis für Kim und Ann-Kristin“ kommentierte HBSV Präsidentin Erica Fischbach das EM – Silber,“ schließlich waren erstmals auch die starken Teams aus den USA und Kanada am Start und das macht den Dreifacherfolg der deutschen Damen besonders wertvoll. Dass Kim ihre Weltcup-Führung behaupten konnte ist natürlich ein weiterer Pluspunkt.“
In Winterberger Eiskanal konnten erstmals in dieser Saison auch die Vierer- Bobs an den Start gehen. Auch dieses Rennen wurde gleichzeitig als Lauf zur Europa-Meisterschaft gewertet. Wie schon bei den Zweiern wurde dieser Wettbewerb vom Team Francesco Friedrich dominiert, der mit Thorsten Margis, Candy Bauer und Alexander Schüller das Maß aller Dinge war und quasi im Vorbeigehen einen neuen Startrekord erzielte. Damit lag er in der Schlussbilanz deutlich vor dem kanadischen Team um Justin Kripps und der Crew von Benjamin Maier aus Österreich, die sich damit Silber bei der Europa-Meisterschaft sicherte.
Gar nicht in die Puschen kamen die beiden anderen deutschen Teams, die alle Chancen auf Spitzenplätze schon im ersten Lauf vergaben. Christoph Hafer mit Kevin Korona, Philipp Wobeto und dem Wiesbadener Christian Hammers konnte sich zwar nach dem ersten Lauf mit nur 1/100 Sekunde Rückstand auf das russische Team Gaitiukevich noch kleine Hoffnungen auf Platz 3 bei der EM machen fiel dann aber auf Rang 6 zurück. Nicht viele besser erging es Johannes Lochner, der gleich nach dem Start im 1. Lauf quer stand und etwas enttäuschend mit Florian Bauer, Christopher Weber und Christian Rasp nicht über Platz 5 hinauskam.

 

„Das ist wohl das erfolgreichste Jahr, das der hessische Bob- und Schlittensportverband in seiner über 75-jährigen Geschichte erlebt hat“ resümierte eine sichtlich sehr zufriedene Präsidentin Erica Fischbach, „denn in sportlicher Hinsicht hätte es kaum besser laufen können. Ich glaube, dass alle unsere Athletinnen und Athleten ihre zum Teil recht ambitionierten Ziele erreicht haben.“ Dem stimmte auch Landestrainer Tim Restle vorbehaltlos zu. Denn nach seiner Überzeugung haben alle bei ihren Leistungen konditionell kontinuierlich zugelegt und sich technisch verbessert.
So kehrten die hessischen Teilnehmer auch vom letzten Weltcup des Jahres in Igls recht zufrieden zurück.
Bei den Damen bewies Kim Kalicki ihre gute Form und belegte beim Weltcup-Wiedereinstieg von Stephanie Schneider (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal) einen erfreulich guten 3. Platz. Nach dem ersten Lauf hatten Laura Nolte/Deborah Levi die Spitze übernommen, während sich Kalicki/Ann-Christin Strack zeitgleich mit Schneider/Leonie Fiebig Rang 2 teilten. Dann legte die Gesamtsiegerin des Vorjahres so richtig los und ließ das Duo aus Wiesbaden und Stuttgart 23/100 Sekunden hinter sich. Mit einem dicken Patzer gleich nach dem Start musste danach Nolte schnell ihre Hoffnungen auf den Sieg begraben und rutsche auf den 2. Platz zurück. Kalicki ärgerte sich etwas über den „katastrophalen“ Start beim zweiten Lauf, freute sich aber über den sechsten Podestplatz im sechsten Rennen. Bundestrainer Rene Spieß war sehr angetan vom erneuten Dreifach-Erfolg seiner Damen und sprach von einem sehr engen Konkurrenzkampf seiner Teams, bei dem Nuancen über Sieg oder Platzierung entscheiden.
Für Kalicki geht das Jahr sehr zufriedenstellend zu Ende, denn sie führt im Gesamt-Weltcup mit 820 Punkten vor der Österreicherin Katrin Beierl (778) und Melanie Hasler (726) aus der Schweiz.

Bei den Männern gab es schon nach dem ersten Lauf das gewohnte Bild, da sich Francesco Friedrich/Alexander Schüller mit neuem Bahnrekord die Führung sicherten. 33/100 Sekunden dahinter Johannes Lochner mit Anschieber Christian Rasp. Erstaunlich gut schlugen sich der erstmals im Weltcup eingesetzte Hans-Peter Hannighofer mit seinem Partner Issam Ammour (TuS Eintracht Wiesbaden), die nur ganz knapp hinter den Letten Oskars Kibermanis/Matiss Mikris auf Rang vier fuhren. Hannighofer war dabei sehr zufrieden mit seinem Weltcup-Debüt und lobte die hervorragende Leistung seines Anschiebers. Am Resultat änderte sich auch nach dem zweiten Lauf nicht viel, lediglich Lochner schwächelte etwas und musste die Letten vorbeiziehen lassen.

Im Rahmen des 3. Weltcup-Wochenendes dieser Saison in Innsbruck fand auch die Weltcup-Premiere im Monobob statt. 9 Damen aus 7 Nationen gingen in dieser Disziplin an den Start und machten zum großen Teil ganze neue Erfahrungen im Eiskanal, obwohl die meisten schon lange als Pilotinnen im Zweierbob gute Bahnkenntnisse hatten.
Ganz stark vertreten war der deutsche Verband, der alle drei derzeitigen Weltcup-Fahrerinnen an den Start brachte. Richtig gut lief es im ersten Lauf eigentlich nur für Laura Nolte. Sie fuhr mit knappem Rückstand auf Rang 2, während sich Mariama Jamanka auf 6 und Kim Kalicki auf Platz 8 im hinteren Teil des Feldes einreihten. Nolte hielt auch nach dem 2. Lauf ihren Silber-Platz bei dieser neuen olympischen Disziplin. Kalicki konnte sich mit einer soliden Leistung noch um einen Rang verbessern, aber Jamanka fiel sogar auf den 8. Platz zurück. Den dritten Platz belegte die Österreicherin Katrin Beierl und gewonnen wurde diese Premiere nicht ganz überraschend von der Australierin Breena Walker, die übrigens in der Wiesbadener Trainingsgruppe von Tim Restle betreut wird und schon einige Erfahrung im Monobob mitbringt. Während der Wettbewerb bei den deutschen Damen mit gemischten Gefühlen beurteilt wurde war Bundestrainer Rene Spieß im Wesentlichen zufrieden.
Ein ganz anderes Bild ergab sich dann bei den Damen im Zweierbob-Wettbewerb. Die Eisrinne in Igls erwies sich als wie für die deutschen Teams geschnitzt und ergab in der Endabrechnung einen Dreifach-Sieg für die deutschen Damen.
Zwölf Teams waren in das Rennen gegangen, die aber alle nicht an das Können der deutschen Damen heranreichten. Schon nach dem ersten Lauf zeichnete sich das Endergebnis ab, denn Laura Nolte/Deborah Levi verteidigten ihren Vorsprung mit zweimal Start- und Laufbestzeit souverän vor Kim Kalicki/Ann-Christin Strack, die wiederum Mariama Jamanka/Leonie Fiebig auf Rang 3 verwiesen.
Kalicki, etwas gehandicapt durch eine leichte Rückverletzung, hatte im ersten Lauf daher verhalten am Start agiert, griff aber beim zweiten wieder wie gewohnt zu.
Beim 6. Weltcup-Rennen bei den Männern im Zweierbob ging auch unter 21 Schlitten wieder Christian Hammers mit seinem Piloten Christoph Hafer an den Start. Nachdem sich die beiden im ersten Lauf auf Rang 6 platzierten konnten wurden sie im zweiten Lauf noch von den Briten Brad Hall/Greg Cackett abgefangen. An der Spitze holten sich hochmotiviert Francesco Friedrich/Thorsten Margis die Halbzeitführung vor Johannes Lochner/Christian Rasp und bauten diesen Vorsprung in der zweiten Abfahrt noch aus. Dritte wurden die Letten Kibermanis/Miknis.

 

 

Ausgesprochen spannend verlief der zweite Weltcup der Damen im lettischen Sigulda. Maßgeblich daran beteiligt waren auch Kim Kalicki und Vanessa Mark, die beide , für TuS Eintracht Wiesbaden starten. Das Rennen wurde dieses Mal noch eindeutiger von den deutschen Schlitten dominiert als beim ersten Weltcup, zumal Corona bedingt nur ein Mini-Teilnehmerfeld mit 7 Schlitten an den Start ging. „Das soll aber die Leistungen der deutschen Teams keineswegs schmälern, denn die Gegnerinnen hatten auch einiges zu bieten“ kommentierte HBSV- Präsidentin Erica Fischbach das Endresultat, „vor allem aus der Schweiz und Österreich kommen seit Jahren sehr leistungsstarke Konkurrentinnen.“

Zur Halbzeit des Rennens führten Laura Nolte/Leonie Fiebig mit 2/100 Sekunden Vorsprung vor Mariama Jamanka/Vanessa Mark und knapp dahinter Katrin Beierl/Jennifer Onasanya (Österreich) das Feld an, Kalicki fand sich auf Rang 4 wieder. Alle Schlitten lagen nur innerhalb einer halben Sekunde zusammen und das versprach einen spannenden zweiten Lauf.

Obwohl Kalicki/Ann-Christin Strack durch den Sturz eines Schweizer Teams ungewöhnlich lange auf ihren Start warten mussten bewältigten sie diese Herausforderung bravourös und übernahmen die zwischenzeitliche Führung. Diese wurde auch von den Österreicherinnen nicht geknackt so dass ein Platz auf dem Treppchen schon sicher war. Auch Jamanka schaffte es nicht ihren Vorsprung aus dem ersten Lauf zu halten und blieb mit Kalicki zeitgleich. In der letzten Abfahrt zeigten dann die beiden Führenden eine hervorragende Leistung und rasten mit 24 hundertstel Sekunden Vorsprung zum Sieg. Während Kalicki trotz des erfreulichen zweiten Platzes etwas haderte war Bundestrainer Rene Spieß mit diesem Dreifach-Erfolg seiner Damen überaus zufrieden.

Bei den Herren war Francesco Friedrich wieder einmal Maß aller Dinge. Allerdings sah es nach dem ersten Lauf gar nicht danach aus, denn er brachte mit Ach und Krach seine Fuhre ins Ziel und musste den Letten Oskars Kibermanis/Matiss Miknis auf deren Heimbahn den Vortritt lassen. Christoph Hafer mit seinem Anschieber Christian Hammers (TuS Eintracht Wiesbaden) rangierte nach einem soliden Lauf auf Rang 4 noch vor Johannes Lochner/Eric Franke auf Platz 6. Während sich Lochner im zweiten Platz noch um einen Platz nach vorne schieben konnte verteidigten Hafer/Hammers ihren 4. Rang. Sie lagen damit nur um 9/100 Sekunden hinter den Drittplatzierten Simon Friedli/ Gregory Jones aus der Schweiz. Friedrich schaffte es mit seinem Anschieber Thorsten Margis in einem wahren Husarenritt und neuem Bahnrekord sich an den Letten vorbeizuschieben und erneut Platz 1 zu erringen.

Auch Weltcup Nummer 4 in Sigulda zeigte in der Endabrechnung fast das gewohnte Bild. Friedrich, dieses Mal mit Alexander Schüller unterwegs, war erneut der alles beherrschende Dominator, ging im ersten Lauf in Führung und gab die Spitze nicht mehr ab. Wesentlich turbulenter war der Rennverlauf auf den Plätzen dahinter. Ganz überraschend wurde Platz 2 vom Schweizer Dou Michael Vogt/Sandro Michel errungen, die im zweiten Lauf noch Lochner mit Anschieber Christian Rasp auf den 3. Rang verdrängen konnten. Noch schlimmer traf es Hafer mit Issam Ammour (TuS Eintracht Wiesbaden), die sich mit der Top-Geschwindigkeit des Tages nach dem ersten Lauf große Hoffnungen auf einen Podestplatz machen konnten. Aber im zweiten Lauf fielen sie auf Rang 5 zurück, was nach Meinung von Spieß auf zu viele kleine Fehler und fehlendem Speed beim Start zurück zu führen ist.

Foto: Hafer/Hammers Bild von Team Hafer

„Eigentlich hätte es für unsere hessischen Bobsportlerinnen und – sportlern kaum besser laufen können“ kommentierte eine rundum zufriedene HBSV-Präsidentin Erica Fischbach den Weltcup-Start im lettischen Sigulda, „ besonders unsere Damen haben sich hervorragend geschlagen und wir hoffen natürlich auf weitere Paukenschläge in dieser Saison.“
Obwohl die starken Teams aus Nord-Amerika Corona bedingt nicht am Start sein konnten war es doch ein sehr erlesenes Teilnehmerfeld sowohl bei den Frauen als auch den Männern.
Strahlende Siegerin beim Frauenwettbewerb im Zweierbob war Mariama Jamanka, die zusammen mit ihrer Anschieberin Vanessa Mark (Wiesbaden) mit zweimal Laufbestzeit ganz nach oben aufs Podium fuhr. Noch mehr freute sich Mark( im Bild hinten), die gleich beim Saisonstart ihren ersten Weltcup-Sieg feiern konnte.
Feiern konnte auch Kim Kalicki (Wiesbaden) mit ihrer Anschieberin Anabel Galander, die ihren ersten Weltcupeinsatz hatte. Für Kalicki war es erst der dritte Start bei einem Weltcuprennen, wobei sie mit ihrem Abschneiden auf Platz 3 recht zufrieden war. Mit einem noch besseren Start und einer ähnlich guten Abfahrt wie im zweiten Lauf könne sogar noch ein bisschen mehr drin sein, meinte sie selbstkritisch.
Ein deutscher Doppelsieg wie bei den Männern wurde vom österreichischen Team Katrin Beierl/Jennifer Onasanya verhindert.
Nach dem ersten Lauf der Männer im Zweierbob lagen Christoph Hafer/Christian Hammers noch auf einem Podiumsplatz konnten allerdings diese gute Platzierung durch einen etwas verkorksten zweiten Lauf nicht halten und wurden in der Endabrechnung noch knapp mit 9/100 Sekunden Rückstand von den Schweizern Michael Vogt/Sandro Michel abgefangen, die gegenüber ihren Trainingsleistungen 1 Sekunde zugelegt hatten. Gewonnen wurde das Rennen von Francesco Friedrich/Thorsten Margis, die mit einer Top-Startzeit die zunächst führenden Johannes Lochner/Christian Rasp noch überflügeln konnten.
Ein identisches Bild mit leicht abgewandelter Personenbesetzung ergab sich beim 2. Weltcup, der an gleicher Stelle ausgetragen wurde. Dieses Mal saß Issam Ammour (Wiesbaden) bei Hafer im Schlitten und die beiden überraschten mit einem couragierten Auftreten. Trotz eines sehr starken zweiten Laufes reichte es jedoch erneut nicht für einen Platz auf dem Treppchen, der ihnen von Vogt/Michel weg geschnappt wurde. Nicht zu schlagen war Friedrich, der dieses Mal den jungen Anschieber Alexander Schüller an Bord hatte, mit zweimaliger Laufbestzeit. Deutlich als am Vortag geschlagen geben musste sich Lochner mit seinem neuen Anschieber Eric Franke.


Foto: BSD